Heidelberger Judo Club e.V.


Karate

Karate-Do („Der Weg der leeren Hand“) ist neben Judo die bekannteste japanische Kampfkunst. Ihren Ursprung hat sie auf der japanischen Insel Okinawa. Dort betrieb man seit Jahrhunderten eine Kampfkunst, die als „China Hand“ bezeichnet wurde. Diese begründete sich im regen Handel zwischen China und den Okinawa-Inseln, durch den viele Elemente des chinesischen Kempo ihren Weg nach Okinawa fanden. Von der dortigen Bevölkerung wurde aus diesen Elementen eine neue Kampfkunst entwickelt, denn es war ihnen nicht erlaubt Waffen zu tragen (daher auch die Namensgebung „Kara“ (leere) „Te“ (Hand)). Nach und nach emanzipierte sich diese eigenständige Kampfkunst von ihren chinesischen Wurzeln und wurde zu dem heute bekannten Karate.
Berühmt für seine sehr wirkungsvollen Kampftechniken, war Karate jedoch anfangs in viele unterschiedliche Stile zersplittert.
Gichin Funakoshi (1868 – 1957) begründete Anfang des 20. Jahrhunderts die Stilrichtung des Shotokan, welche die heute bekannteste und am weitesten verbreitete ist. Verantwortlich dafür ist vor allem die JKA (Japan Karate Association), welche in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts ein systematisches Ausbildungsprogramm startete und ihre besten Instruktoren als „Entwicklungshelfer“ für Karate in die ganze Welt entsandte. Um Karate einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, entwickelte Masatoshi Nakayama, langjähriger Chiefinstructor der JKA, ein Wettkampfsystem mit Regularien. So begann der eigentliche Siegeszug des (JKA) Shotokan Karate um die Welt. In Deutschland wird die JKA seit Anfang der siebziger Jahre durch Shihan Hideo Ochi (9.Dan) vertreten. Seit 1992 führt er einen eigenen Verband, den DJKB (Deutscher JKA Karate Bund e.V.), als Chiefinstructor, um die Tradition des JKA Karate in Deutschland aufrechtzuerhalten und weiterzugeben. Charakteristisch für das Shotokan Karate ist ein tiefer langer Stand, der dynamische und kraftvolle Bewegungen ermöglicht, um schnell größere Distanzen zu überbrücken.
Das Training im Shotokan Stil basiert, wie auch die meisten anderen Karatestile, auf einem traditionellen Fundament aus drei Säulen:

Kihon

Das Kihon lässt sich mit „Grundschule“ übersetzen. Es werden Basistechniken einzeln oder als Kombinationen ohne Partner trainiert. Dies dient dazu, Techniken möglichst exakt zu erlernen und zu verinnerlichen. Gleichzeitig sorgt regelmäßiges Kihon-Training für eine Kräftigung des Körpers und den Aufbau der erforderlichen Muskulatur. Die Effektivität der Techniken wird im Rahmen des Kihons auch am Makiwara (fest installiertes Schlagpolster) oder am Boxsack geübt.



Kata

Unter einer Kata versteht man zunächst eine festgelegte Abfolge verschiedener Karatetechniken, eine Art „Kampfkunst-Choreografie“. Im Shotokan Karate gibt es insgesamt 26 festgelegte Katas, die sich in verschiedene Schwierigkeitsgrade (je nach Gürtelgrad des Trainierenden) gliedern lassen. Im Laufe des eigenen Karate-Dos („Weg der leeren Hand“) sind möglichst alle Katas zu erlernen und bei den entsprechenden Prüfungen darzubieten. In einer Kata steckt aber noch viel mehr: Eine Kata ist sozusagen „verschlüsseltes“ Karate, denn sie lässt sich in verschiedene Techniksequenzen zerlegen, die dann wieder zu Partnerübungen ausgebaut werden und letztlich die Basis für eine effektive Selbstverteidigung darstellen.

Kumite

Kumite bedeutet übersetzt „Partnertraining“. Eine Besonderheit des Partnertrainings im Shotokan Karate ist der Grundsatz, dass Kumiteübungen ohne Trefferwirkung ausgeführt werden. Zu Körperkontakt kann und soll es allerdings trotzdem kommen – dieser Kontakt nimmt mit zunehmendem Können eines Karatekas zu. Anfänger sollten sich möglichst wenig berühren und Fortgeschrittene können sich beispielsweise an Körperpartien touchieren, an denen die im Laufe der Jahre gebildete Muskulatur vor den Treffern schützt. Kontolle beim Angriff ist das Maß aller Dinge und bevor ein Trainierender den freien Kampf praktiziert, sollten zunächst einige Jahre intensives Karatetraining vorangegangen sein.

Als Mitglied des DJKB lehren wir im Tokon Heidelberg das traditionelle Shotokan Karate nach den Lehren der JKA. Unsere Trainer besuchen regelmäßig Trainingslehrgänge bei Chiefinstrutor Shihan Hideo Ochi (9. Dan) und hochrangingen japanischen Instruktoren der JKA.

Der Name unseres Dojos „Tokon“ bedeutet übersetzt Kampfgeist, welcher für uns wichtiger Bestandteil eines jeden Trainings, aber auch des täglichen Lebens ist, denn Karate findet nicht nur im Dojo statt.


Trainingszeiten Kinder

Tag Uhrzeit
Montag 18:30 - 20:00 Uhr
Mittwoch 17:00 - 18:00 Uhr
Freitag 18:00 - 19:30 Uhr

In den Schulferien findet kein Kindertraining statt.

Trainingszeiten Erwachsene

Tag Uhrzeit
Montag 18:30 - 20:00 Uhr
Mittwoch 18:00 - 19:30 Uhr
Freitag 19:30 - 21:00 Uhr

Kontakt zur Karate Abteilung

Yasmina Schurr

Ansprechpartnerin für die Karate Abteilung

karate@heidelberger-judoclub.de



Trainer der Karate Abteilung

Dragos Madler

2. Dan




Yasmina Schurr

3. Dan




Tobias Koffler

1. Dan